Eine gute 3D-Visualisierung beginnt, bevor das erste Rendering entsteht. Je besser die Ausgangsmaterialien vorbereitet und die Projektziele festgelegt sind, desto leichter lassen sich Kosten und Termin abschätzen sowie der gesamte Leistungsumfang planen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass vor der Kontaktaufnahme ein vollständiges 3D-Modell, professionelle Unterlagen oder ein detailliertes Briefing vorliegen müssen. Oft reichen Zeichnungen, Fotos, grundlegende Maße und eine kurze Beschreibung des tatsächlichen Bedarfs.
Zunächst sollte die Verwendung der Visualisierungen festgelegt werden
Eine der wichtigsten Informationen ist nicht einmal das Aussehen des Produkts oder Gebäudes selbst, sondern die Verwendung der fertigen Materialien.
Ein einzelnes Rendering für eine Website wird anders vorbereitet als eine Grafikserie für einen Katalog oder eine Animation für eine Werbekampagne beziehungsweise Kurzformate in sozialen Medien.
Deshalb sollte bereits zu Beginn geklärt werden, ob unter anderem Folgendes benötigt wird:
- statische Visualisierungen,
- Packshots,
- Einrichtungsszenen,
- Farb- oder Materialvarianten,
- Animationen,
- interaktive 360°-Präsentationen,
- Schnittdarstellungen und technische Visualisierungen,
- Materialien für Druck oder soziale Medien.
Sie müssen natürlich nicht alle Möglichkeiten kennen. Oft können wir erst nach der Projektprüfung vorschlagen, welche Präsentationsformen im konkreten Fall am besten geeignet sind.
Benötigt man ein fertiges 3D-Modell?
Nein.
Ein fertiges 3D-Modell kann die Umsetzung deutlich beschleunigen, sein Fehlen ist aber kein Hindernis. Wir können das Modell anhand technischer Unterlagen, Zeichnungen, Fotos, Maße oder eines vorhandenen Prototyps erstellen.
Bei Produkten sind CAD-, STEP-Dateien oder direkt vom Hersteller stammende Konstruktionsmodelle sehr hilfreich. Ein Produktionsmodell eignet sich jedoch nicht immer sofort für die Visualisierung. Oft müssen Geometrien vereinfacht und geordnet sowie Materialien und zusätzliche Details erstellt werden.
Ähnliches gilt für Architekturmodelle. Ein BIM-Modell oder ein in einem Planungsprogramm erstelltes Modell kann ein hervorragender Ausgangspunkt sein, erfordert aber gewöhnlich weitere Vorbereitung vor dem Rendering.
Welche Unterlagen sollten Sie für Architektur senden?
Bei Gebäudevisualisierungen sind Unterlagen entscheidend, mit denen Baukörper und Projektumgebung korrekt nachgebildet werden können.
Meist nutzen wir Grundrisse, Ansichten, Schnitte, einen Freiflächengestaltungsplan sowie Angaben zu Fassadenmaterialien und Farben.
Wenn die Visualisierung einen konkreten Standort zeigen soll, sind auch Grundstücks- und Umgebungsfotos sehr hilfreich. Sie ermöglichen eine bessere Abstimmung von Bepflanzung, Geländeform, Nachbarbebauung und Ortscharakter.
Bei Innenräumen werden vor allem die Raumaufteilung und Informationen zum gewünschten Stil, den Materialien und der Ausstattung benötigt.
Wie bereitet man Unterlagen für eine Möbelvisualisierung vor?
Bei Möbeln genügen oft vergleichsweise einfache Angaben.
Falls kein fertiges 3D-Modell vorliegt, helfen Produktfotos, Maße und Detailfotos. Gibt es verschiedene Stoffe, Farben oder Oberflächen, sollten die Angaben zu diesen Varianten direkt mitgeschickt werden.
Ebenso wichtig ist die Präsentationsweise. Dasselbe Modell kann für Packshots auf weißem Hintergrund, Einrichtungsszenen, Funktionsanimationen oder eine interaktive 360°-Präsentation verwendet werden.
Deshalb muss nicht jede dieser Anwendungen als völlig separates Projekt behandelt werden.
Und bei Produktvisualisierungen?
Hier ist das Spektrum der Möglichkeiten am größten.
Ein Produkt kann ein kleiner Einrichtungsgegenstand, ein technisches Gerät, ein Baustoff, ein Sportgerät, ein Medizinprodukt oder ein komplexes System aus vielen Teilen sein.
Deshalb sollten neben dem Aussehen auch Informationen zu Aufbau und Funktionsweise bereitgestellt werden.
Für technische Schnittdarstellungen oder Animationen müssen wir wissen, welche Elemente besonders wichtig sind, was sich im Produktinneren befindet, welche Teile sich bewegen und welche Funktionen gezeigt werden sollen.
Manchmal sind diese Informationen wichtiger als das äußere Erscheinungsbild.
Referenzfotos sind oft hilfreicher als gedacht
Nicht alles muss in technischen Unterlagen beschrieben sein.
Einige mit dem Smartphone aufgenommene Produktfotos können Materialstruktur, Oberflächen, Verbindungen und feine Konstruktionsdetails sehr gut zeigen.
Ähnlich hilfreich sind Beispiele von Visualisierungen, die dem Kunden gefallen. Es geht nicht darum, sie zu kopieren, sondern den gewünschten Stil, das Licht, den Bildausschnitt und den Einrichtungscharakter schnell festzulegen.
Was beschleunigt die Angebotserstellung am meisten?
Drei Angaben sind entscheidend: Was soll gezeigt werden, wie viele Materialien sollen entstehen und wo werden sie verwendet?.
Wenn wir beispielsweise ein Produktmodell und die Angabe erhalten, dass drei Packshots, eine Einrichtungsszene und eine 15-sekündige Animation zweier Mechanismen benötigt werden, können wir den Projektumfang sehr schnell bestimmen.
Deutlich schwieriger ist die Kalkulation einer Anfrage, die nur lautet: „Ich benötige eine Visualisierung dieses Produkts.“
Das bedeutet natürlich nicht, dass Kunden selbst eine detaillierte Spezifikation erstellen müssen. Ist der Umfang noch unklar, helfen wir bei der Festlegung.
Muss vor Projektbeginn alles vorbereitet sein?
Nicht immer.
Einige Materialien können während der Umsetzung ergänzt werden. Vor Arbeitsbeginn müssen jedoch die grundlegenden Projektvorgaben und genügend Informationen zur korrekten Modellerstellung vorliegen.
So lässt sich vermeiden, dass später große Modellteile umgebaut oder das Projekt völlig anders vorbereitet werden müssen.
Gut vorbereitete Unterlagen bedeuten weniger Korrekturen
3D-Visualisierung bietet große Änderungsfreiheit. Wesentlich effizienter ist die Arbeit jedoch, wenn zentrale Entscheidungen vor dem endgültigen Rendering getroffen werden.
Das betrifft besonders Farben, Materialien, Produktkonstruktion, Raumaufteilung und Fassadengestaltung.
Je früher die wichtigsten Elemente feststehen, desto mehr Zeit bleibt für das, was die Bildqualität tatsächlich beeinflusst: Licht, Komposition, Details, Atmosphäre und Präsentationsweise.
Wir haben die Informationen auf unseren Seiten erweitert
Kürzlich haben wir die wichtigsten Unterseiten von Pogotowie 3D zu folgenden Themen aktualisiert: Produktvisualisierungen, Möbelvisualisierungen sowie Visualisierungen für Bauträger und Architekten.
Wir haben Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten von 3D-Grafik, benötigten Unterlagen, dem Ablauf der Zusammenarbeit, Richtkosten und zusätzlichen Präsentationsformen erweitert.
Außerdem haben wir die Seite Über unsüberarbeitet, auf der Sie mehr über unsere Erfahrung und Arbeitsweise finden.
Diese Änderungen sollen vor allem Antworten auf Fragen erleichtern, die schon vor einer Angebotsanfrage entstehen.
Keine vollständigen Unterlagen? Kein Problem
Für ein erstes Angebot genügen oft einige Fotos, grundlegende Unterlagen und eine kurze Projektbeschreibung.
Wenn Sie nicht wissen, welche Unterlagen benötigt werden oder welche Präsentationsweise zu Ihrem Produkt, Möbel oder Bauprojekt passt, senden Sie einfach das, was Sie bereits besitzen. Den Umfang können wir gemeinsam festlegen.
Möchten Sie ein Angebot für eine 3D-Visualisierung?
Senden Sie uns Ihren Entwurf, Fotos oder Unterlagen. Daraus bestimmen wir den Leistungsumfang und erstellen ein Angebot.
